Dreizehn neue Lebensretter an Bord

Sie sind die ersten: Dreizehn Mitarbeiter der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel mbH – SFK wurden heute vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) zu Ersthelfern im Rahmen des deutsch-dänischen Interreg-Projektes SAVING LIFE ausgebildet. Die Bekämpfung des plötzlichen Herztodes als eine der häufigsten Todesursachen steht dabei im Mittelpunkt.

Die Ausbilder Markus Nolte und Alexandra Krebl vermittelten den Teilnehmern auf der MS Laboe geballtes Wissen rund um die Herz-Lungen-Wiederbelebung, den Einsatz eines Defibrillators sowie die Erstversorgung von Verletzungen aller Art.

Die beiden Projektpartner, der ASB auf deutscher und die Dansk Folkehjaelp auf dänischer Seite, bieten jeweils 190 kostenlose Erste-Hilfe-Kurse an. Die Absolventen registrieren sich anschließend als Ersthelfer in einer App, mit der sie über die Rettungsleitstelle eine Alarmierung erhalten, sobald in ihrer Nähe ein Notfall eintrifft. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wertvolle Minuten verstreichen, in denen der Betroffene keine Hilfe erhält, erläuterte Stephan Andersen vom ASB-Landesverband. Die SFK hat bereits zwei weitere SAVING LIFE-Lehrgänge gebucht und motiviert ihre Mitarbeiter, sich als Ersthelfer zur Verfügung zu stellen.

Als Projektpartner von “Meine Stadt rettet” – einer Ersthelfer-App, die bereits im Einsatz ist – arbeitet der ASB zurzeit an einer Weiterentwicklung, so dass die Smartphone-Anwendung in beiden Ländern einsetzbar sein wird. SAVING LIFE wird mit rund 1,5 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Die Projektregion umfasst das nördliche Schleswig-Holstein sowie die dänischen Regionen Süddänemark und Seeland.